Licht und Schatten bei den Red Dragons

Endlich ging es wieder los für die Eishockey-Spieler des ERC Regen. Am Wochenende absolvierten die Red Dragons ihre zwei ersten Spiele in der Vorbereitung auf die anstehende Saison. Am Samstag reiste man zunächst nach Dorfen, wo man gegen den Bezirksligisten ESV Gebensbach antrat und am Sonntag gastierte eben dieser dann in der Regener Eishalle.

Einen Auftakt nach Maß erwischten die Cracks von Spielertrainer Thommy Istel zunächst in Gebensbach. Viele gute Kombinationen entstanden und Jan Nemec konnte schnell zweimal den Puck im Tor unterbringen. Die Vorlagen kamen jeweils von Marco Büttner, Michael Hofmeister und Neuzugang Benjamin Kindler. Bereits nach gut fünf Minuten lag Regen mit 2:0 in Führung. Damit ist aber eigentlich schon alles Positive zum ersten Testspiel gesagt, denn zum einen fand die Heimmannschaft immer besser ins Spiel und zum anderen verlor Regen mehr und mehr den Faden. Zwar musste man im ersten Drittel lediglich den Anschlusstreffer hinnehmen und auch im Mittelabschnitt hielt man noch einigermaßen mit und kassierte nur den Ausgleich. Als allerdings der ESV in der 52. Minute in Führung ging, hatten die Gäste nichts mehr entgegenzusetzen und vor allem die Topscorer Demchenko, Panthaler und Mikhalichenko setzen sich immer häufiger durch, so dass Gebensbach noch auf den Endstand von 5:2 erhöhen konnte.

Einen genau spiegelverkehrten Verlauf bot zunächst das Rückspiel am Sonntag. Jetzt war es Gebensbach, das den besseren Start erwischte, mehrmals konnten sie sich im Regener Drittel festsetzen. Alexander Zitzelsberger, dem Heimkehrer aus Passau, war es in dieser Situation zu verdanken, dass der ERC nicht frühzeitig in Rückstand geriet. Nach gut zehn Minuten wendete sich das Blatt und jetzt hatte Regen die besseren Möglichkeiten. Die aus der letzten Saison bekannte Tormaschine funktionierte wieder. Und so bediente in der 14. Minute Nemec Büttner zur 1:0-Führung. Aber auch die beiden anderen Formationen erarbeiteten sich zahlreiche Torchancen. Marco Fischer passte hinterm Tor zu Neuzugang Joachim Neupert, der den Puck scharf vors Tor brachte, wo der weitere Neue Philipp Ferstl goldrichtig stand und zum 2: 0 abschloss.

Gleich zu Beginn des Mittelabschnitts legte wiederum Nemec auf Hofmeister ab und der erhöhte auf 3:0. Allerdings schlichen sich bereits hier wieder leichte Unkonzentriertheiten ein, so dass man kurz vor Schluss noch den Anschlusstreffer kassierte. Als nach nur 24 Sekunden im Schlussdrittel Büttner auf 4:1 erhöhte, glaubte man den Sieg schon in der Tasche zu haben. Nicht lange, denn bereits 33 Sekunden später konnte Gebensbach erneut anschließen. Büttner stellte in der 50. Minute auf Zuspiel von Nemec und Hofmeister jedoch wieder den alten Abstand her. Als in der 51. Minute Daniel Huber auf Zuspiel von Benjamin Bugla den Puck mit einem gewaltigen Schlagschuss förmlich in die Maschen zum 6:2 drosch, glaubten die Regener tatsächlich an die endgültige Entscheidung. Genauso spielten sie auch, viele Unkonzentriertheiten brachten den Gästen gute Chancen, die sie jetzt auch nutzten. Zudem erlaubten die Gastgeber sich am Ende der Begegnung viele Strafzeiten. In der 53. Minuten musste man das dritte Gegentor hinnehmen und bereits zwei Minuten später klingelte es erneut im Tor von Zitzelsberger.

Die Begegnung war plötzlich wieder offen. Als kurz darauf nacheinander gleich zwei Dragons in die Kühlbox mussten, nahm Trainerfuchs Demchenko zusätzlich seinen Torhüter vom Eis, so dass sich die Regener einer drei zu sechs Unterzahl ausgesetzt sahen. Dies ist natürlich nur schwer zu verteidigen, so dass es fast logische Konsequenz war, dass Gebensbach auch noch das 6:5 erzielte. Weil aber der Gästetrainer weiterhin alles auf eine Karte setzte, indem er auch weiterhin den Torwart vom Eis nahm, konnte Adrian Kustor per Empty-Net-Goal den Endstand von 7:5 erzielen.

Als Fazit können die Regener aus den ersten beiden Spielen mitnehmen, dass schon vieles gut funktioniert, aber durchaus noch Luft nach oben ist. Es gibt noch viel zu trainieren bis zum Punktspielauftakt nächsten Sonntag in Mitterteich.

Quelle: Bayerwald Bote,11.10.2016

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