15 Tore, Meisterfeier und ein emotionaler Abschied: ERC Regen ist gerüstet für die Playoffs

Himmelstoß hört als Spieler auf!

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Bild: ERC Regen
So jubelt der Meister! Gemeinsam mit den Fans feiern die Spieler des ERC Regen die Meisterschaft in der Bezirksliga und einen 15:1-Sieg gegen Würzburg. Für Tobias Himmelstoß (vorne, rechts) waren es die letzten Minuten auf dem Eis – er konzentriert sich nun auf seine Tätigkeit als Vorsitzender. −Fotos: Christian Göstl
 

So jubelt der Meister! Gemeinsam mit den Fans feiern die Spieler des ERC Regen die Meisterschaft in der Bezirksliga und einen 15:1-Sieg gegen Würzburg. Für Tobias Himmelstoß (vorne, rechts) waren es die letzten Minuten auf dem Eis – er konzentriert sich nun auf seine Tätigkeit als Vorsitzender. −Fotos: Christian Göstl

 

Es war ein Tag, an den sich die Eishockeyspieler des ERC Regen wohl noch lange erinnern werden. Als bereits feststehender, souveräner Meister der Bezirksliga Gruppe 1 verabschiedeten sich die Red Dragons am Sonntagabend in die nun anstehenden Aufstiegs-Playoffs. Knapp 200 Zuschauer in der Franz-Zwiebel-Eishalle verfolgten die Generalprobe zu den wichtigsten Partien des Jahres – und sahen noch einmal ein ereignisreiches, dafür aber an Spannung recht armes Tore-Spektakel.

So stand am Ende ein 15:1-Sieg für den ERC auf der Anzeigetafel. Ein Ergebnis, das wenig aussagekräftig ist für die bevorstehenden Aufgaben. Schließlich war das Tabellen-Schlusslicht aus Würzburg nur mit neun Mann angereist und setzte zudem zwei Torhüter als Feldspieler ein. Kein Wunder also, dass die Unterfranken von Beginn an nicht den Hauch einer Chance gegen den übermächtigen Meister aus Regen hatten. Die Gemütslage beim ERC wiederum sah noch zwei Tage zuvor ganz anders aus – schließlich kassierte man ausgerechnet beim Derby in Straubing die zweite Saisonniederlage (3:4).

Spätestens bei der Meisterfeier war diese "Schmach" aber bereits wieder vergessen. Im Vordergrund stand neben dem Sieg ein Mann, der sich in den vergangenen 14 Jahren sehr verdient um den Verein gemacht hat und sich nun als Spieler verabschiedet: Tobias Himmelstoß (31), Tausendsassa und Vorsitzender der Dragons, absolvierte seine letzten Minuten auf dem Eis und wurde von den Zuschauern und Mitspielern gefeiert.

Am Ende musste Himmelstoß sogar eine kalte Dusche über sich ergehen lassen, Mitspieler Julian Kufner ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen, schlich sich mit einem Eimer Wasser an – und schockte den verdutzt dreinschauenden Himmelstoß. "Es waren sehr emotionale Momente. Die Mannschaft hat nochmal versucht, mir ein Tor aufzulegen, leider hat das aber nicht geklappt", sagt Himmelstoß, der sich bei den Regener Fans vor allem wegen seines unermüdlichen Kampfgeistes einen Namen gemacht hat, sich nun aber auf seine Aufgaben als Vereins-Vorsitzender konzentrieren will. Der 31-Jährige ist darüber hinaus als Eismeister tätig und in der Jugendarbeit aktiv.

"Tobias hat den ERC in einer schwierigen Situation als Vorsitzender übernommen und ihn nun wieder zum Erfolg geführt", sagt Trainer Christopher Malejew, der den ehemaligen Verteidiger "als sehr emotionalen Spieler" beschreibt, "der immer alles gibt". Die Leistung seiner Mannschaft versucht Malejew – trotz des Kantersiegs – richtig einzuordnen. "Die Würzburger hatten große personelle Probleme, wir dagegen waren vollzählig. Das Spiel können wir also nicht wirklich ernst nehmen. Es war kein Gradmesser für die Playoffs."

Dennoch sieht Malejew seine Mannschaft vor dem Auftakt in Waldkraiburg (am Freitag, 20 Uhr) gut gerüstet, warnt aber gleichzeitig vor dem Gegner aus Oberbayern. "Waldkraiburg ist defensiv sehr stark, hat in 16 Spielen nur 32 Gegentore kassiert. Dieses Team weiß, wie man ein Spiel kontrolliert zu Ende spielt. Genau das ist manchmal noch unser Manko." Die verbleibenden Tage will der Coach nun nutzen, um an Kleinigkeiten zu feilen, "die am Ende spielentscheidend sein können".

Sonntag:
ERC Regen – ESV Würzburg 15:1 (6:0, 6:1, 3:0) / Tore: 1:0 Daniel Schober (1:59); 2:0 Philipp Weinzierl (3:05); 3:0 Alexander Klostereit (13:26); 4:0 Martin Nemec (14:39); 5:0 Benjamin Franz (17:15); 6:0 Weinzierl (18:21); 7:0 Alexander Simon (24:20); 8:0 Sascha Haschberger (26:34); 9:0 Michal Koma (33:43); 10:0 M. Nemec (34:48); 11:0 Benjamin Franz (36:34); 11:1 Martin Oertel (38:15); 12:1 M. Nemec (39:42); 13:1 Daniel Huber (40:30); 14:1 Armin Rotzinger (43:07); 15:1 A. Rotzinger (55:23); Strafen: 2 / 4; 200 Zuschauer.

Freitag:
EHC Straubing – ERC Regen 4:3 (1:0, 2:1, 1:2) / Tore: 1:0 Jonas Penzkofer (05:31); 2:0 Sebastian Gaul (21:26); 2:1 Martin Nemec (31:00); 2:2 Patrick Holler (35:52); 3:2 Gaul (39:40); 4:2 Jonas Franz (41:26); 4:3 M. Nemec (54:07); Strafzeiten: 22+10/14; 78.

So geht es weiter: Die Playoffs stehen an
Die Liga ist beendet – nun müssen sich die Drachen in den Playoffs beweisen. Und da steht der Gegner inzwischen fest: Der ERC bekommt es im Viertelfinale mit dem EHC Waldkraiburg zu tun, der sich als Tabellenzweiter der Bezirksliga-Gruppe 2 (40 Punkte nach 16 Spielen) für die Aufstiegsspiele qualifiziert. Die erste von maximal drei möglichen Partien findet am Freitag, 21. Februar, um 20 Uhr in Waldkraiburg statt. Das Rückspiel wird dann am Sonntag, 23. Februar, um 18 Uhr in der heimischen Franz-Zwiebel-Eishalle ausgetragen. Der Termin für das mögliche dritte Spiel steht bislang noch nicht fest. fed

Bericht: Heimatsport.de

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